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Fotos 12 - Kölner Klagemauer

Die "Kölner Klagemauer" im Abseits ideologischer Stigmatisierung - Schattenblick -Der aus Würzburg stammende Lehrer Walter Herrmann zog 1967 nach Köln und war dort von Anfang an der politischen Basisarbeit der außerparlamentarischen Opposition, unter anderem in der Kampagne gegen Erziehungsheime und bei der Gründung von Wohngemeinschaften für jugendliche Trebegänger, beteiligt. 1989 verwandelte er die eigene Wohnungslosigkeit in einen öffentlichen Protest. Was damals im Rahmen einer Aktion gegen Zwangsräumungen als Klagemauer zur Wohnungsnot Gestalt annahm, wird allen Anfeindungen zum Trotz bis heute fortgesetzt. Während Wohnungsnot und Immobilienspekulation für Herrmann und seine Unterstützer bis heute wichtige Themen sind, wurde die Klagemauer zum öffentlichen Forum für fast alles, was die Menschen ganz unten drangsaliert und beschäftigt, ohne daß es in die Breite der Gesellschaft vordringt. Bedrängte Minderheiten wie kurdische Flüchtlinge, Sinti und Roma, indigene Völker, Migranten und Behinderte machten ihre Probleme an der Klagemauer öffentlich. Mit dem Angriff auf den Irak 1991 erhielt die Klagemauer einen friedenspolitischen Schwerpunkt, doch Verarmung und Unterdrückung auch der sogenannten Mehrheitsbevölkerung wurden an der Klagemauer ebenso thematisiert wie Auseinandersetzungen innerhalb Kölns. Diese drehten und drehen sich nicht zuletzt um die Klagemauer selbst, ist sie doch dem katholischen Klerus ebenso ein Dorn im Auge wie der Stadtverwaltung. Man sorgt sich angesichts der als "schmuddelig" und "improvisiert" verworfenen Gestaltung der Plakatwand nicht nur um Ordnung und Sauberkeit, sondern um die politische Hygiene im Angesichte einer Kathedrale, die den baulichen Mittelpunkt eines der reichsten Bistümer der Welt und des mit 2,1 Millionen Gläubigen mitgliederstärksten Bistums der Bundesrepublik bildet. Das fromme Erschauern, das manchen Katholiken vor den himmelstürmenden Spitzbögen des Doms überkommt, soll nicht durch die profane Diesseitigkeit kreatürlicher Widrigkeiten beeinträchtigt werden. Der materielle Charakter der von den Aktivisten der Klagemauer ausgebreiteten Probleme soll die sakrale Stimmung nicht kontaminieren, an der auch die Kämmerer der Stadt interessiert sind, ist der Dom doch ein touristischer Publikumsmagnet erster Güte. >>>

Quelle: Elektronische Zeitung Schattenblick, www.schattenblick.de
Copyright: Sabine Werner   Quelle
Klagemauer vor Kölner Dom    Walter Herrmann
Die Kölner Klagemauer für Frieden und Völkerverständigung Walter Herrmann
Walter Herrmann Klagemauer per Fahrrad mobil gemacht
Walter Herrmann Mobiles Einsatzkommando der ganz anderen Art ...
Unterschriftenkampagne gegen bedingungslose Kooperation mit Israel Fotowand zum Überfall der israelischen Streitkräfte auf Gaza
Unterschriftenkampagne "gegen bedingungslose Kooperation mit Israel" Die Folgen der Bombardierung Gazas ... auf der Straße sehen, was Großmedien nicht zeigen
Klaus Franke im Gespräch mit Passanten Klagemauer mit Fahne vor Kölner Dom
 
Klaus Franke im Gespräch mit Passanten Mit Pappe und Bindfäden gegen tausendjährige Ordnungen
Kinderzeichnung gegen den Krieg Klagemauer überschattet vom Dom
Von Kinderhänden lernen ... "... es liegt ein Grauschleier über der Stadt"  
Quelle: Elektronische Zeitung Schattenblick, www.schattenblick.de
Copyright: Sabine Werner   Quelle
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